See-Spital Horgen und Kilchberg

Aus zwei mach eins – einheitliche Parkinglösung für das See-Spital

Mit zunehmender Mobilität durch das Auto steigt parallel auch der Bedarf an Infrastruktur, insbesondere was Abstellflächen betrifft. Das See-Spital mit seinen beiden Standorten in Kilchberg und Horgen kennt diese Situation nur allzu gut, die Auslastung der Parkierflächen ist beiderorts längst erreicht. In der Folge sind lange Warte-listen entstanden, welche in den letzten Jahren zusätzlich durch Begehrlichkeiten und Ansprüche befeuert wurden.

Ein Ziel - viele Vorgaben

Da bei den See-Spitälern in Kilchberg und Horgen in der Vergangenheit zudem verschiedene Karten- und Parkiersysteme zur Anwendung gelangten, fielen auch die Tarifstrukturen für Patienten, Besucher und Mitarbeitende unterschiedlich aus. Dies führte nicht zuletzt zu Doppelspurigkeiten in der Administration. Kurzum, eine unbefriedigende Situation. Oder: Ein klarer Fall für von Ballmoos AG! Während einer intensiven Planungsphase, welche sich über mehr als ein Jahr hinzog, konnten zwischen Juni 2013 und November 2014 vom See-Spital klare Grundlagen geschaffen werden, an denen sich von Ballmoos AG und parkingpay im Zuge der Problemlösung zu orientieren hatten.

Vorgaben

Tarifstruktur

  • Einführung von zeitlicher Abrechnung nach Stunden
  • Einheitliche Tarifstruktur im gesamten Unternehmen
  • Separate Preisstruktur für Drittfirmen
  • Erhöhung der Parkiertarife zur Deckung des Defizits

Berufs- und Funktionshierarchie

  • Erstellen einer Prioritätsliste nach Fachgebiet und Funktion zur bevorzugten Behandlung in der Parkplatzvergabe

Rayon

  • Festlegen des Rayons um den Hauptarbeitsort

Zonenstruktur und -steuerung

  • Optimale Auslastung der einzelnen Parkierflächen
  • Überlaufsystem sicherstellen
  • Abgrenzung Patienten/Besucher zu Mieterteil Gewährleisten

Verwaltungssystem

  • Systemwechsel mit der Einführung des parkingpay-Badges
  • Auslagerung der Inkassostelle
  • Zonen-, Tarif- und Zeitenregelungen definieren

Bauliche sowie technische Anpassungen

  • Gesamtersatz der Schrankenanlage am Standort Kilchberg
  • Ersatz der Bezahlkassen auf den Parkierflächen P1 und P2
  • Softwareerneuerung der Parkleitsysteme

Am 20. Dezember 2013 wurde die neue Tarifstruktur auf Stundenbasis sowie die Einführung der Abwicklung über die parkingpay-Plattform durch die Geschäftsleitung des See-Spitals bewilligt. Zuvor hatte sich die Personalkommission mit dem Systemwechsel und den neuen Tarifen einverstanden erklärt. «Das war ein besonders wichtiger Schritt, schliesslich beinhaltet die Parkplatzbewirtschaftung nicht nur technische, sondern eben auch menschliche Komponenten», erinnert sich Markus Rahm, Leiter Betrieb und Projektleiter bei der Digitalparking AG. Nun konnte die Planung des Kassen- und Schrankenersatzes am Standort Kilchberg sowie die Systemänderung auf das parkingpay-System in Angriff genommen werden. Die im Konzept festgehaltenen Anpassungen wurden umgesetzt und im System integriert. Die grösste Herausforderung im Projekt See-Spital sei wohl die Kommunikation zwischen allen Beteiligten gewesen, bemerkt Markus Rahm: «Zwei Standorte sowie von Ballmoos AG und Digitalparking AG, da musste sichergestellt sein, dass alle vom Gleichen sprechen – und letztlich auch dasselbe verstehen.»

Einzeln erfasst - transparent ausgewiesen

In der Nacht auf den 1. Dezember 2014 schliesslich wurde das neue Parking-System an den beiden See-Spital-Standorten Horgen und Kilchberg in Betrieb genommen. Mittlerweile werden rund 8’500  Parkiervorgänge im Monat mittels parkingpay-Badge ausgeführt. Das System läuft sehr konstant und ermöglicht den Verantwortlichen eine flexible, wirtschaftliche Parkplatzverwaltung. Ein voller Erfolg also.

Ergebnisse

Organisatorisch

  • Einführung von Tarifstruktur auf Stundenbasis für Mitarbeitende und Drittfirmen
  • Differenzierung der Tarifstruktur zwischen Mitarbeitenden und Drittmietern
  • Vereinheitlichte Tarifstruktur für Patienten und Besuchende
  • Neues Parkplatzreglement erstellt
  • Einführung der Berufs- und Funktionshierarchie zur Parkplatzvergabe
  • Einführung der Anschlussgemeinden bei der Parkplatzvergabe

Betrieblich

  • Standortübergreifendes Parkplatzverwaltungssystem mit dem parkingpay-Badge
  • Ersatz der gesamten Schrankenanlage am Standort Kilchberg
  • Ersatz der Bezahlkassen auf Parkierflächen P1 und P2
  • Ersatz Hard- und Software der Parkleitserver
  • Aufbau neuer Zonenstrukturen am Standort Kilchberg
  • Abbilden von 19 verschiedenen Benutzerprofilen im Parkingpay-System

Finanziell

  • Kostendeckende Bewirtschaftung der Parkierflächen sichergestellt

Dass die Mitarbeitenden die Höhe ihrer Parkierkosten neu selber beeinflussen können, ist anhand des Nutzerverhaltens sichtbar. Wenn möglich wird auf das Auto verzichtet, was sich in einer leicht niedrigeren Auslastung der Parkierflächen zeigt. «Insgesamt mussten wir 19 verschiedene Benutzerprofile erstellen», führt Markus Rahm aus. «Jede einzelne Mutation, etwa bezüglich ausserordentlicher Bewilligungen, wird vom System erfasst. Das garantiert absolute Transparenz.»

Das Parkingpay-System

Die Digitalparking AG betreibt ein schweizweites System für die elektronische Abwicklung von Parkiergebühren und Parkierbewilligungen, sowohl auf Strassenparkplätzen wie auch in Parkings mit Schranken. Parkiervorgang, Abwicklung und Abrechnung erfolgen wie beim Ein- und Ausfahren mit Kreditkarte. Als Zufahrtsmedium wird ein ISO-normierter RFID-Badge eingesetzt, welcher auch für die Mieterzufahrt verwendet werden kann. Die parkingpay-Funktionalität ist selbstverständlich auch im monocard 4 System verfügbar. Da die eingesetzten RFID-Leser und -Badges die ISO-Normen 14443 und 15693 unterstützen, ist auch die Nachrüstung für monocard 3 oder 4 Systeme ohne grössere Investition möglich.

 

Besonderheiten

Testimonial

Mit von Ballmoos AG & Digitalparking haben wir den idealen Partner für die Lösung der Zusammenführung unserer beiden Standorte gefunden.

Bruno Schuler, Stv. Leiter Gebäudemanagement See-Spital